Recensies

Stehende Ovationen für "Messa da Requiem"

Am Ende brandete der Beifall in Form stehender Ovationen in der Stadtlohner St.-Otger-Kirche auf - in den gut eineinhalb Stunden zuvor hatten ebenso vielschichtige Klänge das Publikum in den Bann geschlagen.

bron: Münsterlandzeitung, 17 oktober 2011

 

Es war ein besonderes musikalisches Projekt, das den Zuschauern am Samstagabend geboten wurde. Das galt zum einen wegen der ungewöhnlich großen Zahl der Akteure, die sich dafür zusammengefunden hatten: Rund 260 Chorsängerinnen und -sänger, Musiker und Solisten folgten an diesem Abend dem sicheren Dirigat von Eric Kotterink, der die "Messa da Requiem" von Giuseppe Verdi mit zügigen Tempi interpretieren ließ. Übrigens hatte der personelle Aufwand auch einen logistischen Tribut gefordert: Bänke mussten abgeschraubt und eigens ein Podest errichtet werden.

Der zweite Faktor, der diesen Abend bemerkenswert werden ließ: sein grenzüberschreitender Charakter - hatten sich doch Deutsche und Niederländer für die Verwirklichung zusammengefunden. So stand Kotterink mit den drei ausführenden Chören, dem COV Sursum Corda, dem ECOK Oratoriumkoor und dem Euregio Konzertchor, ein leistungsfähiger Stimmkörper zur Verfügung, um mit dem ausdrucksstarken Orchesterspiel des Orkest van het Oosten aus Enschede ein harmonisches, ausgewogenes Ganzes zu schaffen.

Anrührend

In dieses eindrucksvolle musikalische Gefüge woben sich die vier Solisten des Abend klanglich überzeugend mit ein: Anrührend und mit emotionalem Tiefgang verstanden es Claudia Patacca, Sopran, Annelies Lamm, Mezzosopran, Marten Smeding, Tenor, und Nanco de Vries, Bariton, die existenziellen Dimensionen auszuloten, die dieses Werk aufgreift. Das galt ebenso für die Chöre und das Orchester, sei es bei Passagen, in denen der Schrecken stürmisch und schockierend in das Leben des Menschen tritt, sei es andererseits das leise, nahezu resignative Wehklagen, das angesichts der Endlichkeit des menschlichen Daseins die Seele umfasst.

Der Konzertraum tat sein Übriges, um die Intensität der Aufführung noch zu steigern: Er verlieh dem Vortrag ein hohes Maß an akustischer Direktheit-  eine Herausforderung, denn noch am Abend zuvor war das Requiem in Enschede unter gänzlich anderen Bedingungen aufgeführt worden.

Nachhaltig

So durften die Zuhörer mit nachhaltigen Erinnerungen an dieses musikalische Erlebnis nach Hause gehen, während die Akteure mit ihrem Dirigenten Eric Kotterink ein überaus positives Fazit ziehen konnten.


Degelijk maar koel Requiem van ECOK

Door Karel Masselink

Bron: TCTubantia, 17 oktober 2011

 

De uitspraak: "Het is een als opera vermomd kerkelijk werk", is ooit een belangrijke kwalificatie geweest voor de Missa da Requiem van Guiseppe Verdi. Als leidraad voor de compositie is de requiemliturgie gebruikt, meer het zijn vooral emoties die een grote rol spelen in het meeslepende werk van Verdi. Van groots naar grootser. De Italiaanse operacomponist bij uitstek, kon menselijke zielenroerselen als geen ander muzikaal-dramatisch verpakken. Neem de impact van de heftige koorpassage uit het Dies Irae, het deel waarin de Oordeelsdag wordt beschreven: die doet de rillingen over de rug lopen. Terwijl op een ander moment, bijvoorbeeld in het deel Lux Aeterna, een vrijwel volledige verstilling wordt bereikt.
Onder deskundige leiding van Eric Kotterink kwam het ECOK kwam goed beslagen ten ijs. De uitvoering van het Requiem was echt groots aangepakt: een driedubbel koor bezette de koorbanken van het Muziekcentrum, er was een sleutelrol weggelegd voor vier sterke zangsolisten en met het Orkest van het Oosten had het koor zich een uitstekend begeleider in huis gehaald. Het orkest leverde prachtig maatwerk, met onder meer een prachtige uit het niets opkomende koperfanfare, effectief slagwerk en streng neergezette samenklanken in het lage hout.
De solisten pasten qua klankkleur goed bij elkaar, zij het dat de altstem van Annelies Lamm in de laagte wat dun over kwam. Het viertal was prettig te beluisteren in solo?s en duetten, maar zeker ook in samenwerking met het koor. Het koor zelf opereerde als een eenheid en boog soepel mee met de muzikale wendingen in het werk. De tekstuele uitspraak was ook goed te volgen. Een knappe prestatie, zeker gezien de grote omvang van het koor.
De uitvoering in zijn geheel liet zich het best kwalificeren als degelijk. Kotterink opereerde continu binnen de veilige muzikale marges, wat tot gevolg had dat er geen uitersten in dynamiek en uitdrukking werden bereikt. Hoewel dus uiterst verzorgd en netjes geproportioneerd, was de ondertoon wars van Italiaans temperament en aan de koele kant.

Gezien: Enschede, Muziekcentrum, vrijdagavond.
Missa da Requiem van Guiseppe Verdi door ECOK Oratoriumkoor, m.m.v. COV Sursum Corda, Euregio Konzertchor, Orkest van het Oosten, Claudia Patacca (sopraan), Annelies Lamm (alt), Marten Smeding (tenor) en Nanco de Vries (bariton). Het geheel o.l.v. Eric Kotterink.


Interview Eric Kotterink

STADTLOHN. Da erwartet die Zuhörer Gewaltiges: Rund 200 Sänger, dazu ein Orchester in voller Besetzung - wenn am 15. Oktober die "Messa da Requiem" von Giuseppe Verdi in der St.-Otger-Kirche erklingt, steht ein musikalisches Ereignis besonderer Art an. Thorsten Ohm sprach mit Dirigent Eric Kotterink über das grenzüberschreitende Projekt.
bron: Münsterlandzeitung

 

Für die Messa da Requiem vereinen sich gleich mehrere Chöre unter Ihrer Leitung - der COV Surusum Corda, der ECOK Oratoriumkoor und der Euregio Konzertchor. Warum braucht dieses Werk eine so starke stimmliche Besetzung?
Das Werk ist von einem romantischen Geist geprägt. Da geht es um Extreme: Man ist zum Beispiel nicht bloß traurig, man ist extrem traurig. Um diese starken Gefühle spiegeln zu können, muss es sowohl extrem laut zugehen können, aber auch extrem leise. Mit einem kleinen Chor würde das nicht hinzubekommen sein. Deshalb brauchen wir schon 200 Leute dafür.

Wie haben sich die Proben gestaltet?
Jeder Chor hat das Werk zunächst einzeln für sich geprobt. Dann haben alle zusammen geprobt. Gerade jetzt hat die zweite große Probe für alle Chöre in der Landesmusikakademie stattgefunden, und bis zur Aufführung wird es noch einige weitere geben. Was sie zu singen haben, wissen die Sängerinnen und Sänger inzwischen genau. Jetzt geht es in den Proben vor allem um die stimmtechnischen Feinheiten.

Ist es schwierig, die Chöre aufeinander abzustimmen?
(lacht) Nein, die haben sich gut vertragen. Im Ernst: Ich bin inzwischen seit mehr als zehn Jahren bei jedem der drei Chöre tätig. Die kennen mich also ganz gut. Deshalb konnte ich sie ziemlich schnell zueinander bringen. Ich konnte dazu auf ähnliche Erfahrungen zurückgreifen.

Was zeichnet aus Ihrer Sicht dieses Werk von Giuseppe Verdi aus? Worauf dürfen sich die Zuhörer freuen?
Freude ist in diesem Zusammenhang der falsche Begriff. In der ?Messa da Requiem? geht es um existenzielle Fragen, um die Angst des Menschen angesichts der Endlichkeit des Daseins, um die Schicksalsfrage nach dem Tod, seiner Unausweichlichkeit und wie sich der einzelne Mensch dem stellt. Am Ende des Werks steht die Befreiung. Es fordert jeden Zuhörer auf, sich einzufühlen und es selbst für sich zu deuten.

Welchen geschichtlichen Hintergrund hat die Entstehung dieses Werkes?
Nach dem Tod von Rossini im Jahr 1868 war der Gedanke aufgekommen, dass sich zu seinen Ehren mehrere Komponisten an die Arbeit eines Requiems machten. Aber wie das so ist, wenn gleich mehrere Komponisten an einer Sache zusammen arbeiten sollen ? es klappte nicht. Verdi griff das aber nach dem Tod des romantischen Schriftstellers Alessandro Manzoni 1873 wieder auf, den er sehr verehrte. Es sind also zwei Anlässe, die sich darin zusammen finden.

Welche instrumentale Begleitung ist für die Aufführung vorgesehen?
Das Orkest van het Oosten aus Enschede spielt mit der großen Besetzung. Da wird sicherlich das Blech sehr imposante Akzente setzen. Die Trompeten darin sind durchaus vergleichbar mit der Aida. Diese Größe des Orchesters passt auch gut zu dem großen, überregionalen Charakter unseres Projektes. deshalb wird es auch zwei Aufführungen geben: Die in den Niederlanden ist am 14. Oktober in Enschede, einen Tag später in Stadtlohn.

Letzte Frage: Mit welchen Gefühlen gehen Sie selbst in den 15. Oktober ? routiniert oder mit Lampenfieber?
Echtes Lampenfieber habe ich nicht. Als Dirigent habe ich durch meine lange Erfahrung schon einige Routine. Aber eine gewisse Spannung ist natürlich da. Man möchte ja das beste erreichen. Und die beiden Räume, in denen wir spielen, haben ganz unterschiedliche akustische Eigenschaften. Darauf müssen wir uns einstellen. Das ist auch eine schöne Sache, darauf während des Konzertes reagieren zu können, um das Optimum zu erreichen.


Concert op 11 december 2009

Op vrijdag 11 december 2009 voerde COV Sursum Corda het Weihnachtsoratorium van J.S. Bach. Als orkest was Florilegium Musicum aanwezig, de solisten waren Tetsje ter Kooi (sopraan), Eline Harbers (alt), Robert Overpelt (tenor) en Marc Pantus (bas-bariton). De muzikale leiding lag in de vertrouwde handen van Eric Kotterink. In TC Tubantia schreef Ellen Kruithof op 14 december 2009 onder andere het volgende:
"Boeiende avond bij Sursum Corda - In zes keer een halfuur muziek werd het complete 'Weihnachtsoratorium' bij Sursum Corda uitgevoerd. Daarbij kwam nog een halfuur pauze: bij elkaar drieënhalf uur lijkt een lange zit, maar er gebeurde genoeg moois om de aandacht vast te houden.
Bach heeft ervoor gezorgd dat er veel muzikale afwisseling is door beurtelings het koor, de evangelist of een solo-zanger aan het woord te laten. Hij voorazag de muziek van zeer wisselende instrumentatie. In principe biedt het werkt genoeg variatie, maar dat moet wel tot klinken gebracht worden. De uitvoering van Sursum Corda had kwaliteit genoeg om het tot een boeiende avond te maken. Dirigent Eric Kotterink nam de tempi aan de hoge kant waardoor het koor bij de les moest blijven. Het koor slaagde hier goed in, soms door het tempo iets naar beneden bij te stellen. Alle stemgroepen waren prima te horen, een noodzakelijkheid om de veel voorkomende fuga's goed voor elkaar te krijgen."